Dieser Ausflug ist eigentlich schon ziemlich lange her, aber da ich noch nichts zu geschrieben hab, wollte ich es jetzt endlich nachholen.
Die Stadt ist sehr schön und von Dresden aus braucht man mit dem Auto nicht lang, um hinzukommen. Das hat uns dazu veranlasst direkt nach meiner Diplomverteidigung im vergangenen Herbst für einen Tag hinzufahren.
In der Stadt angekommen, fanden wir einen Parkplatz für zwei Stunden mitten in der City und liefen Richtung Synagoge los.
Dabei kamen wir an einer sehr charmanten alten Werbung von Pepsi vorbei, die an eine Hauswand gemalt worden war.
Von dort liefen wir in Richtung Nationalgalerie. Ich war etwas verblüfft einen Panzer vorm Eingange zu finden, als Erinnerung an weniger friedliche Zeiten. Wir entschieden uns gegen einen Museumsbesuch, da dafür die Zeit nicht ausreichte und legten unsere weitere Tour fest.
Wir gingen den Wenzelplatz hinunter Richtung Moldau. Komisch finde ich die Bezeichnung „Wenzelsplatz“ – das ist eine Straße und kein Platz. Naja, sollen die Prager mal Ihre Stadt benennen, wie sie wollen. Hübsch ist der Platz definitiv. So viele schicke Häuser stehen da.

Nur Touristen gibt es verdammt viele – zu viele. Die haben manchmal ziemlich genervt. Natürlich gehörten wir mit dazu und es ist gut für die Stadt, weil so Geld hereingebracht wird und noch mehr tolle alte Fassaden und Innenhöfe restauriert werden können. Das Rathaus am Altstädter Ring gehört zu den beliebten Zielen eines jeden Touristen.
Wunderschöne Bleiglasfenster gibt es an vielen Häusern zu bewundern.

Zwischendrin haben wir dann im Shoppingtempel der Innenstadt etwas zu essen geholt und später unser Auto auch dort abgeparkt. Wie immer telefoniert das Hasi natürlich.

Nach der kleinen Pause wollten wir zum Hradschin, was gar nicht so einfach zu finden war. Der liebe Burgberg ist schließlich nicht von allen Punkten der Stadt gleich einfach zu erreichen und so kamen wir zunächst auf einen anderen Hügel, der ein runtergekommenes Stadion hat.
Unterhalb des Burgberges angekommen, wählten wir den Aufstieg durch die angelegten Gärten. Das war ziemlich anstrengend!
Diese Gärten sollte man wohl lieber zum Abstieg benutzen und hoch zu einen indirekteren Weg wählen.
Oben angekommen ist alles sehr schön restauriert und aufbereitet. Und überall muss man Geld bezahlen, um die Sehenswürdigkeiten zu bewundern.
Die bunten Dächer find ich immer sehr hübsch, wie hier beim Veitsdom. Ich kannte diesen Stil bereits aus Budapest und habe ihn in Wien ebenfalls gesehen. Offenbar hat sich diese architektonische Besonderheit auf dem Gebiet der K.u.K. Monarchie verbreitet.
Eine weitere Gemeinsamkeit sind die Wachen und deren Ablösung. Das wurde in Budapest auch ganz besonders inszeniert.
Hier noch ein Beispiel von den schönen Gebäuden auf dem Burgberg. Der Aufstieg lohnt sich also auf jeden Fall.
Natürlich gibt es noch viele weitere schöne Plätze in Prag. Und der Altstädter Ring mit der Teynkirche gehört dazu.
Die Karlsbrücke schließt fast direkt daran an und ist mit vielen Skulpturen und Straßenkünstlern versehen.

Und so schön sieht Prag bei Nacht aus. Sehr schön und majestätisch.

Der Hradschin thront bei Nacht noch erhabener über Prag.
