Aufgrund mehrere Beschwerden über das lange ausbleiben von Beiträgen gibt es heut gleich mal zwei Stück.
Bangkok war hin- und rückzu unser Umsteigeflughafen.
Und da wir auf dem Weg nach Sydney acht Stunden Aufenthalt hatten, nutzten wir diese und fuhren in die Innenstadt zum Wat Pho Tempel, dem ältesten und größten buddhistischen Tempel der Stadt. National Geographic hat Bangkok ebenfalls zu einer der Top 50 Städte erklärt.
Mein erster Eindruck der Stadt war heiß und stickig. Ich hab mich gefühlt, als ob ich jeden Moment zusammen brechen werde. Sauna ist ja eine Sache, aber das ganze noch mit den Abgasen der Tuktuks ist zuviel.
Das ist das berühmteste Gebäude innerhalb der Anlage und ja ihr seht richtig, es ist Blattgold.

Gold ist überhaupt ein sehr hervorstechendes Merkmal der meisten Gebäude, Skulpturen und Malereien.

Immerhin ist hier die Buddhastatue aus Stein alleine und der gefällt mir persönlich so viel besser.

Diese Kerlchen fand ich ganz besonders reizend. Alle sind unterschiedlich und wahrscheinlich Wächter.

An ihnen wurde mit Gold nicht gespart.

Besonders hübsch finde ich die Zähne oder eher Hauer, die ihnen verpasst wurden. An denen hätte ich mich nicht vorbei gewagt, dafür wäre meine Angst vor einem kräftigen Wadenbiss viel zu groß gewesen.

Einen weiteren Moment optischer Entspannung bot die originalgetreue Nachbildung des Tempelanlage von Angkor Wat. Kein bisschen Gold auf dem gesamten Werk. Herrlich! Und außerdem weckte es gleiche meine Reisesehnsüchte diesen versunkenen Tempel einmal selbst zu sehen und zu erkunden.

Trotz meiner Kommentare kann ich nur sagen, dass der Besuch dieser Tempelanlage ein Erlebnis war. Die Prachtbauten sind sehr beeindruckend und so faszinierend anders im Vergleich zu europäischen Gotteshäusern und Palästen. Da der Himmel ohne ein einziges Wölkchen war und die Sonne herabstrahlte war das Gold eben nur verdammt anstrengend für die Augen mit all seinen Reflektionen. Doch vermutlich war genau das die Idee der Erbauer, den gläubigen Besuchern die Herrlichkeit und Erhabenheit der Götter zu verdeutlichen.
Bestimmte Zeremonien der königlichen Familie finden bis heute in bestimmten Tempeln der Anlage statt und jeder Einwohner der Stadt stoppt kurz mit seinem Auto vor den großen Porträts der königlichen Familie, die sich an einem zentralen Platz der Innenstadt befinden, verneigt sich und betet für sie. Das Land ist tief spirituell, was ebenfalls einen starken Kontrast zu Deutschland darstellt.

Bei den Dächern dieses Tempels fühlte ich mich entfernt an die Kirchen in Budapest, Wien, Basel und Prag erinnert. Da werden farbige Dachschindeln auch für die Gestaltung eingesetzt.

Zu diesem hübschen kleinen blauen Element durfte ich leider nicht hochsteigen und weiß daher auch nicht, was sich darin verbirgt.

Von den Wächterfiguren gab es selbstverständlich noch jede Menge und manche waren lediglich aus Stein gehauen, wie dieser langhaarige, grimmig dreinschauende Herr.

Drachen spielten keine große Bedeutung im Tempel und so hab ich mich richtig gefreut, als ich wenigstens einen entdeckte.

Ein Elefant darf natürlich nicht fehlen, schließlich gelten sich als königliche Tiere.

Einen unangenehmen Eindruck hinterließen die bewaffneten Soldaten bei mir. Ich hatte bisher nur einmal vorher Maschinenpistolen und Gotteshäuser gemischt gesehen. Das war bei der Hauptsynagoge in Rom gewesen. Offenbar war es nötig das wundervolle Gebäude so zu schützen. Dennoch ist es traurig, wenn so etwas wirklich nötig sein sollte.

Zum Schluß noch einmal das Bild der vergoldeten Kuppel. Beim Recherchieren über die richtigen Namen hab ich gerade festgestellt, dass ich das größte Highlights dieser Anlage, den “liegenden Buddha” wohl gar nicht gesehen hab. Da sieht man mal, wie sehr die Konzentration und das sinnvolle Studieren von Prospektmaterial leidet, wenn der Körper nur noch nach Abkühlung, Schatten und Wasser schreit. Schade eigentlich, der Buddha sieht schick aus und so toll entspannt.

Ein Highlight hab ich zum Schluß noch – die Verbotsschilder eines Taxis. Das man keinen Hund mitnehmen darf und keine gehörnten Tiere (Schafe? Ziegen?) und nicht rauchen soll, ist ja noch verständlich. Das explizit das Mitnehmen von Alkohol verboten wird, ist schon ungewöhnlicher und das Verbot zum Mitführen von Waffen wirft einen komischen Schein auf die Gesellschaft.

Mein liebstes Verbotsschild ist allerdings das gegen Sex im Wagen. Was machen die in Bangkok bloß???

Also wer die Chance bekommt, sollte sich die Stadt unbedingt einmal anschauen. Sauerstoffmasken sind allerdings empfohlen.