Meine Australienreise führte mich als erstes nach Sydney, dem wichtigsten Flughafen für Touristen, um australischen Boden zu betreten. Auf dem Flughafen gab es auch gleich ein schönes Chaos. Völlig unkoordiniert standen dort Menschenvon allen möglichen Seiten Richtung Zollkontrolle an. Auf meinem Weg zu eben diesem Ziel musste ich mich einmal schnell ducken, um nicht von einem Surfbrett umgehauen zu werden, mit dem sich ein zerzauster Neuseeländer unbedacht im Kreise drehte. Wahrscheinlich war der arme Kerl einfach nur genauso überfordert von den Zuständen vor Ort, wie ich. Wenn man bedenkt, dass Neuseeland noch deutlich weniger Einwohner hat, ist das verzeihlich. Zum Glück war irgendwann dieser nervige Teil vorbei und draußen wartete schon Holger. Nach einer kurzen Begrüßung gab es gleich erst einmal eine Standpredigt, weil er so lange warten musste – wohl gemerkt, wegen den Behörden seiner neuen Wahlheimat.
Es ist doch schön, dass sich manche Dinge nie enden und genauso war unser lieber Holger immer und so mögen wir ihn ja auch. Nach einer Fahrt durch den Berufsverkehr der größten australischen Stadt kamen wir doch irgendwann in Bondi an. Und nach kurzem frisch machen, ging es direkt zum Bondi Beach. Bondi Beach hält was es verspricht. Die Jungen und Schönen, die Weltenbummler und Hängengebliebenen, alle sind hier anzutreffen. Und man kann es ihnen nicht verübeln. Selbst wenn das Vorhaben urpünglich weit über Australien hinaus ging, in Bondi Beach ist das Leben so schön, dass manche hier für immer bleiben und die weite Welt vergessen.
Einmal kurz im Meer abtauchen musste ich, trotz relativ kühlem Nass von 16 Grad. Danach war ich sogar für ein Weilchen wieder richtig munter. Es hielt nur nicht lang genug an.
Damit ihr Euch einen Eindruck vom Strand machen könnt, gibt es hier ein Foto vom Strandweg, der entlang der Strände Bondi, Tamara, Bronte und weiter verläuft.

Ihr fragt Euch bestimmt, warum man einen Pool direkt am Strand braucht. Nun das liegt zum einen den Quallen, die in Australien verdammt gefährlich sind und zum anderen an den mitunter kühlen Temperaturen des Meeres. Da es so viele Sportbegeisterte gibt, wollen die sich einfach nicht das Training verderben lassen. Mir hat es im Meer allerdings viel viel besser gefallen!
Ich hab in diesem Urlaub einen großen Fokus auf Fora und Fauna gelegt, wie ihr sicherlich bei meinen Bilder mitbekommen werdet. Da zu Haus im Herbst nicht mehr viel blüht und alles etwas trüber wird, hat mich der australische Frühling übermässig erfreut. Wen die Blumen schnell langweilen, der scrollt dann eben einfach weiter.

Diese rapsgelbe Blume hatte dazu noch eine schicke Raupe, was mir gleich wieder vor Augen geüfhrt hat, dass mir in meiner Ausrüstung noch ein Makroobjektiv fehlt.
Die wundervoll symmetrischen Flaschenputzerblüten gehören zu den meist geliebten Blumen der Australier. Ich habe alle Farbvariationen von blassem Gelb bis zu tiefem Rot gesehen und vielleicht gibt es noch mehr davon.

Weiter entlang dem Weg kamen wir an der Wohnstätte eines obdachlosen Straßenkünstlers vorbei. Er wird dort seit Jahren geduldet, aufgrund seines künstlerischen Schaffens und obwohl er wohl ganz beliebt ist, scheint er das freie Leben auf den Klippen mit Bondi Beach im Hintergrund einer Wohnung vorzuziehen. Ich finde es gut, dass die STadt es ihm so lässt.

Ein weiteres kleines und zierliches Blümchen mit intensivem Blau und Orange in seiner Mitte. Ich hab euch ja gewarnt, dass es einige Bilder geben wird.

Übrigens hatte ich zum späten Frühstück “Eggs Benedict”, was nicht wirklich meinem üblichem Essverhalten entspricht. Alles andere wäre allerdings noch deutlich ungesünder gewesen und dann lieber ein bisschen mehr Cholesterin. Da hab ich gute Werte und verkrafte ein bisschen zuviel davon. Was das Essen angeht, sind die Australier leider nicht so viel anders als die US-Amerikaner. Es gibt hauptsächlich viel zu fettiges und viel zu süßes Essen. Natürlich bekommt man in größeren Städten auch Müsli oder Obst zum Frühstück. Das ist dann eben nur doppelt so teuer, wie das ungesunde und wenn es irgendwie möglich ist ein zusätzliches Kilo Zucker im Müsli unterzubringens, dann wird das gemacht. Ist doch Ehrensache! Naja, sehr gewöhnungsbedürftig ist das und ich habe mich nach kurzer Zeit auf Schwarzbrot gefreut. Warum hat sich Schwarzbrot eigentlich nirgendwo außerhalb Deutschland so richtig durchgesetzt? Es ist doch so lecker!
Doch zurück zu den Blümchen und dieser hübschen folgenden Kombination, die standen am Übergang zum nächsten Strand.

Am Strand von Bronte haben wir das Meer dann auch mal wieder verlassen und sind die Hügel hinauf gelaufen.

Während wir durch einen sehr urtümlichen Park liefern, der halb zugewildert war, erzählte uns Stefan liebliche Geschichten von der gefährlichen und in Sydney vorkommenden Trichternetzspinne. Dieses reizende Tierchen kann einem Menschen extrem unschöne Stunden bescheren. Allerdings passiert nur extrem selten etwas, da die Spinnen keinen Kontakt mit uns wollen und Begegnungen eher ungewollt passieren durch menschliche Eingriffe in ihr Reich.
In der nun folgenden Busfahrt zum Hotel übermannte mich die Müdigkeit. Das Schuckeln des Busses, endlich sitzen zu können und die Tatsache seit 41 Stunden fasst nicht geschlafen zu haben, ließen mir keine Chance. Dummerweise rutschte mir dabei das Telefon aus der Hosentasche und ich hab nichts mitbekommen. Also gleich am ersten Urlaubstag kein Kommunikationsmittel mehr für mich. Ärgerlich!
Wer einige Informationen und Empfehlungen zu Sydney braucht, der sollte sich die Seiten vom National Geographic Magazin dazu anschauen, das Sydney in die Top 50 Städte der Welt aufgenommen hat.
Das soll es erst einmal zu Sydney gewesen sein. Mehr Eindrücke folgen später…