Es ist total schön im Sommer bei Dunkelheit durch Berlin zu fahren. Natürlich ist diese Stadt nach der Dämmerung auch nicht wirklich dunkel, sondern gibt sich ihrem exzessiven Nachtleben hin, besonders am Wochenende.
Da werden kleine Privatparties nahe dem Alex veranstaltet, die nicht mehr als laute Musik und junge tanzfreudige Menschen benötigen.
Andere sitzen auf der Parkbänken drumherum und gehen ihren eigenen legalen oder illegalen Vergnügungen nach.
Am Brandenburger Tor gab es dieses Wochenende eine große Party, so dass der Bereich abgesperrt war.
Auf dem Regierungsgelände sind auch zu später Stunde noch ein paar Touristen unterwegs und Liebende, die sich von den Parties der diversen Citybeaches etwas in die Einsamkeit zurückgezogen haben.
Kommt man nach Mitte wird das Leben wieder besonders bunt und schrill. An jeder Ecke stehen leichtbekleidete Damen und bieten ihre Dienste an. Ich dachte erst noch, dass es vielleicht arme Mädchen aus Osteuropa sind, die hier stehen müssen. Doch zu meiner großen Überraschung hat ein Mädchen in breitem Berliner Dialekt die Herren in ihrer Nähe angesprochen.
Nach einer kurzen Strecke mit wenig Kneipen und Bars beginnt das Leben in Friedrichshain dann seinen Charme zu versprühen. Vielleicht etwas weniger laut und schrill, aber genauso fröhlich.
Da ein Stativ beim Fahrradfahren nur stören würde, hier die spärliche Ausbeute an Fotos des Abends.

Der Fernsehturm sieht auch bei Nacht gut aus.

Das Rote Rathaus gleich daneben.

Das Brandenburger Tor mit Festzelten und Band in rot.

Die Volksbühne in Berlin gibt es seit 1914.

Und gleich daneben ein alter Saab vorm Kino Babylon.